Landsteg zur Biberacher Hütte

Erste Etappe der Lechquellenrunde

Der Zustieg zur Biberacher Hütte ist die klassische 1. Etappe der Lechquellenrunde. Alternativ kann auch mit der Stuttgarter Hütte begonnen werden und die Lechquellenrunde rückwärts/im Uhrzeigersinn zu wandern.

Parkplatz Landsteg

Es dauert keine fünf Minuten und die Anreise, der Verkehr, der hektische Alltag scheinen bereits in weite Ferne gerückt. Und direkt bei der Bushaltestelle Landsteg starten wir unsere Tour. Unser Outdoor Abenteuer beginnt mit dem Zustieg zur Biberacher Hütte. Jetzt ist die letzte Gelegenheit die Ausrüstung noch einmal durchzuchecken. Die Bregenzer Ache wirkt wie eine Lärmschutzwand. Und sobald wir über die kleine Brücke schreiten tauchen wir in eine völlig neue Geräuschkulisse ein. Wasserfälle, Stromschnellen, kaltes klares Wasser – umgeben von den beeindruckenden Wassermassen. Es geht für uns die Hänge hinauf von denen das kühle Nass rauschend herabfällt.

Der breite Weg ist gesäumt von Buchen und er führt in nur wenigen Serpentinen steil bergauf, somit gewinnen wir schnell an Höhe. Bestens beschildert können wir uns auch nicht verlaufen. Der dichte Wald gewährt keine Aussicht auf die gegenüberliegende Talseite. Wir lassen also unsere Blicke hoch über die steilen Flanken schweifen. Diese Flanken sind noch vom letzten Herbst mit rostroten Blättern bedeckt. Das so genannte Ufschriebhüttle ist ein optimaler Platz für eine Rast und die Ruhe und Stille in der Natur zu genießen.

Nach den Wäldern kommt die Bergkulisse

Langsam lichtet sich der mächtige Buchenwald und es eröffnet sich uns der beeindruckende Anblick der markanten Bergkulisse. Am Weg, der sich von hier an durch eine Weidelandschaft schlängelt, bestaunen wir immerzu das Panorama der schroffen, abgerissenen Flanken, dazwischen Latschen und Gestrüpp und die steilen Grashänge. Wir sind überrascht, in welche Gebiete der Mensch vorzudringen wagt um sich einen Fleck Natur nützlich zu machen.

Wir sehen eine Alm sowie einen ausgesetzten Fahrweg und in etwas größerer Distanz können wir noch einen kleinen Pfad durch die ansonsten so unberührte Alplandschaft ausmachen.

Der Weg macht eine für unser Empfinden überraschende Biegung und führt uns über flacheres, zartes Wiesenland. Von nun an werden wir vom Glockenklang der weidenden Kühe begleitet und zu unserer Rechten taucht die Hochkünzelspitze auf. Da wir relativ früh dran sind und der Weg zur Biberacher Hütte nicht mehr allzu weit ist, beschließen wir den Gipfel am Nachmittag in Angriff zu nehmen.

Wir erreichen den Schadona Pass (1.840m) und danach unser erstes Ziel, die Biberacher Hütte. Der Schadonapaß diente, in früheren Zeiten als es kaum motorisierten Verkehr gab, als Verbindung vom Großen Walsertal zum Bregenzerwald.

Im Sonnenschein und machen es uns erstmal auf der Terrasse gemütlich. Nach einer kurzen Kaffeepause deponieren wir unsere großen Rucksäcke und wenden uns nach Norden. Auf einem schmalen Wanderweg, der im Zick-Zack zwischen Felsabbrüchen bergauf führt und nach Bewältigung einiger gesicherten Stellen stehen wir am aussichtsreichen Gipfel der Hochkünzelspitze, der Scheide zwischen Bregenzerwald und Großem Walsertal. Bald haben wir den Zustieg zur Biberacher Hütte geschafft. Nur noch den Schadonapaß queren und wir haben unser Ziel erreicht. Und morgen geht es dann weiter mit der Etappe Biberacher Hütte zur Göppinger Hütte.

Diese Etappe ist auch ein Abschnitt des Vorarlberger Walserweg.

Route

Diese Wanderung führt über einen Forstweg in stetigem Anstieg zur Biberacher Hütte. Der untere Teil der Streck ist im Wald und auch an heißen Sommertage gut zu gehen. Das Ufschriebhüttle ist ein optimaler Platz für eine Rast. Im oberen Teil der Strecke lichtet sich der Wald und es geht über Wiesen bis zur Anhöhe vor dem Schadonapass. Die letzten Meter ziehen sich über eine flachere Wiese, dann dem Schadonapass bis zur Hütte.

Anfahrt

Aus dem Bregenzerwald sind nach dem Ortsende von Schoppernau führt die Strasse (L200) mehrere Kilometer aufwärts durch einen Wald. Direkt hinter dem langen Tunnel ist auf der rechten Strassenseite der Parkplatz.
Von Lech/Warth kommend ist nach dem Ortsende von Schröcken nach mehreren Tunneln und Galerien die Bushaltestelle Landsteg auf der linken Seite gut erkennbar. Unmittelbar danach ist der Parkplatz / Bushaltestelle Landsteeg.

Tour

  • Entfernung: 5,5km
  • Höhenmeter: ↑ 824hm ↓ 98hm
  • Dauer: 2,5h
  • Art: Streckenwanderung
  • Beste Zeit: Vormittags
  • Anforderung: Einfache Bergwanderung
  • Wegbeschaffenheit: Forstweg
  • Wegmarkierung: Nicht notwenig – Forstweg
  • Mountainbike: keine offizielle Strecke
  • Telefonnetz: Ja
  • Anfahrt mit dem Bus: Ja
  • Parkplatz: Ja
  • Karte: Kompass Karte

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