Göppinger Hütte zur Freiburger Hütte

Dritte Etappe der Lechquellenrunde (Steinmayerweg)

Die 3. Etappe der Lechquellenrunde, Göppinger Hütte zur Freibuger Hütte, die Beine fühlen sich in der Früh etwas schwerer an. Es hat in der Nacht ein kurzes Gewitter gegeben, aber außer einem Platzregen und etwas Donnern ist alles spurlos an mir und der Göppinger Hütte vorübergegangen. Es hat schon was, sicher hinter einer Fensterscheibe in einer warmen wohligen Hütte zu sitzen und dem wilden Naturschauspiel zuzuschauen, ein Glas Rotwein in der Hand. Aber am nächsten Morgen ist davon nichts zu sehen, ein klarer Himmel mit einer leichten Brise, die Sicht prächtig. Ich trete hinaus in einem Hemd, gerade richtig für den leicht kühlen Morgen, der so vieles verspricht.

Einige Stunden später, beim Milchkaffee und Apfelstrudel auf dem Sonnendeck der Freiburger Hütte, da kann ich meine Beine ausstrecken und lockern, der Tag war anstrengend aber vielleicht der schönste bis jetzt. Ich weiss es noch nicht, aber diese Etappe wird die fordernste meiner gesamten Wanderung durch das Lechquellengebiet sein. Hier auf der recht großen Freiburger Hütte ist immer was los, weil hier der Wanderbus von Zug fast bis zur Türe vorfährt, aber es ist immer gut, früh anzukommen, einfach um auszuspannen. Und einen kurzen Weg hinunter zum Formarinsee zu machen. Jener See, den ich den ganzen Tag im Auge hatte, beinahe von jeder Position auf meinem Wanderweg.

Göppinger Hütte zur Freiburger Hütte - Gämse unter Johanneskopf

Während ich also so da sitze, tief in den Stuhl gelehnt, da kommen wieder die Eindrücke vom Weg. Der schöne Weg von der Göppinger Hütte hinauf zum Johanniskopf, den ich zwar nicht besteige, aber der rassig nach oben geht. Der Weg, der sich entlang seiner Flanken gekonnt die Höhe haltend schlängelt. Stets über und unter und mittendrin von Felsabbrüchen und langen Schotterpisten, die steil und tief hinunter zur Lech führen, ein Weg, der Trittsicherheit erfordert. Und dann die Rote Wand. Einer der berühmtesten Felsen und Berge in Vorarlberg, im gleichen Rang wie der Piz Buin, die Zimba oder die Schesaplana. Besonders bei Felskletterern ist diese vertikale Wand beliebt, und bei Geologen. Die vielen Gesteinsschichten aus Millionen von Jahren Ablagerung sind ein Schaufenster in die Erd-Geschichte.

Ich aber sehe in die wenigen Stunden, die ich an diesem Fleck verbringe, quere flott schöne Seitentäler bevor es letztlich zum Formarinsee hinunter geht, und damit zur Freiburger Hütte.

Variante Göppinger Hütte zur Freiburger Hütte über den Gasthof Älpele und das Zugertal

Wenn es die Wetterbedingungen oder die Kraft und das Können nicht zulassen gibt es auch die Variante Göppinger Hütte zur Freiburger Hütte über den Gasthof Älpele und das Zugertal.

Der erste Teil dieses Weges führt über den normalen Zustieg der Göppinger Hütte (Gasthof Älpele zur Göppinger Hütte) im Abstieg. Vom Gasthof Älpele geht es meist in der Nähe der Lech auf dem Talgrund bergauf. Vorbei an der Formarinalpe. Und zum Abschluss noch den Weg Bushaltestelle Formarinsee zur Freiburger Hütte um den Formarinsee. Auf dem Forstweg kann der Formarinsee auch bei schwierigen Verhältnissen relativ sicher umgangen werden.

Der Weg Bushaltestelle Formarinsee zur Freiburger Hütte über den Felsensteig ist der Kürzere aber auch eine schwierigere Variante (blau). Und deshalbt wird er nur geübten Wanderern empfohlen.

Route

Die Route führt über teilweise abschüssiges Gelände. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind voraussetzung. Auf dieser Route sind die Formarinalpe und der Formarinsee als besondere Sehenswürdigkeiten. Als Gipfel sind der östliche und westliche Johanniskopf und die Rote Wand neben der Strecke.

Für ungeübtere Wanderer oder schlechten Verhältnissen ist die Variante Göppinger Hütte zur Freiburger Hütte über Gasthof Älpele zu empfehlen.

Ausgangspunkt

Von der Göppinger als Start- oder Endpunkt der Etappe der Lechquellenrunde. Oder in umgekehrter Richtung von der Freiburger Hütte als Start- oder Endpunkt.

Tour

  • Entfernung: 10km
  • Höhenmeter: ↑ 572hm ↓ 905hm
  • Dauer: 3,5h
  • Art: Streckenwanderung
  • Beste Zeit: Vormittags
  • Anforderung: Mittlere Bergwanderung (blau)
  • Wegbeschaffenheit: Bergpfad
  • Wegmarkierung: blaue und rote Markierung
  • Mountainbike: Nein
  • Telefonnetz: teilweise
  • Anfahrt mit dem Bus: Nein
  • Parkplatz: Nein
  • Karte: Kompass Karte

Dazu passend