Schwierigkeit

Wegmarkierung Freiburger Hütte Rot und Blau

Insgesamt hat die Lechquellenrunde eine mittlere Schwierigkeit. Das entspricht gemäß der neuen sechsteiligen Berg- und Alpinwanderskala T2/ T3, also den Kategorien „Bergwandern“ bzw. „anspruchsvolles Bergwandern“. Die Redaktion von DAV-Panorama stuft mit einer Ausnahme alle Etappen als „mittel“ ein. Nur die dritte Etappe von der Göppinger Hütte zur Freiburger Hütte fällt hier in die Kategorie „schwer“.

In Vorarlberg gibt es die farbliche Kennzeichnung:

Gelb für leicht

Das entspricht einem leicht begehbare Spazier- und Wanderwege

Rot für mittel

Das entspricht einem Bergwanderweg, Schuhe mit griffiger Sohle zu empfehlen

Blau für anspruchsvoll

Blau entspricht eiem alpinen Steig für Wanderer mit Bergerfahrung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Auf unseren Beschreibungen der Etappen sind die Routen auf den Karten (zum Beispiel Aufstieg von Klösterle zur Ravensburger Hütte) mit der jeweiligen Farben eingezeichnet.

Wegmarkierungen für die unterschiedlichen Wegekategorien

Leider hat sich noch keine länderübergreifende einheitliche Kennzeichnung der Wege durchgesetzt. In Vorarlberg und im Allgäu sind die weiß-blauen Markierungen für schwere Bergwege vorgesehen. Blau entspricht in den bayrischen Alpen (ohne Allgäu) und in Salzburg den einfachen Bergwegen bzw. Talwege. Rot entspricht in Vorarlberg und dem Allgäu den einfachen Bergwegen was in den restlichen bayrischen Alpen schon wieder den mittelschweren Bergwegen entspricht. Schwarz kommt in den vorarlberger Markierungen nicht vor. Schwarz entspricht aber in Tirol zum Bespiel wieder den schweren Bergwegen.

Wegweiser und der Inhalt

Alle offziellen Wegweiser haben eine eindeutige Kennung mit der Standortnummer. Diese eindeutige Kennung kann auch für Notfälle sehr hilfreich sein. Falls ein Notruf abgesendet wird und die Kennung des nächstgelegenen Wegweisers bekannt ist, können anhand dieser Kennung die Rettungskräfte die Unglücksstelle leichter finden.

Neben der Richtung in die sie zeigen sind auch das Ziel, meist gefolgt von der Zeit bis dorthin und eine farbliche Markierung aus drei Teilen oben weiß, in der Mitte gelb, rot oder blau.

Was bedeutet das in der Praxis?

Sportliche Einsteiger, deren Kondition für vier- bis sechsstündige Touren und Aufstiege bis zu 1.100 Höhenmeter ausreicht, sind bei der Lechquellenrunde genau richtig. Anspruchsvollere Bergfexe können sich auf schwierigeren Weg-Varianten und zusätzlichen Gipfelbesteigungen mit Steigeisen und Seil austoben und ihren Puls in die Höhe treiben. Genau darin liegt eine der Besonderheiten der Lechquellenrunde: Sie ermöglicht es, die Schwierigkeit ein Stück weit selbst zu bestimmen und damit den Wandergenuss auf die individuellen Ansprüche, Fähigkeiten und Vorlieben abzustimmen.

„Schwierigere Wegabschnitte wie z. B. von der Göppinger zur Freiburger Hütte über das Klesenzajoch oder der Gehrengrat auf der Strecke zur Ravensburger Hütte können leicht umgangen werden“, schreibt ein User zur Anfängertauglichkeit der Runde im Online-Forum outdoorseiten.net.

Schwierigkeit der Etappen – ein Beispiel:

Etappe Nummer 5 von der Ravensburger Hütte zur Stuttgarter Hütte kann auf zwei Arten zurückgelegt werden. Die beiden Varianten sind zwar mit 5,5 bis 6 Stunden Gehzeit ähnlich lang, in ihrer Schwierigkeit unterscheiden sie sich jedoch deutlich: Wo es über das Madlochjoch und Zürs einen Aufstieg von rund 1.100 Höhenmetern zu meistern gilt, hat man über das Stierlochjoch, Zug und Lech lediglich 50 Höhenmeter bergauf zu bestreiten. Der Clou dabei liegt in der Benutzung der Rüfikopfbahn, die für den Wanderer den Löwenanteil der Höhenmeter übernimmt und somit eine angenehme Option darstellt. Bergab sind es bei den Varianten dieser Etappe übrigens Höhenunterschiede von 720 und 570 Metern.

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