Planung ist das halbe Leben und gerade für eine mehrtägige Höhenweg Wanderung ist es um so wichtiger alle essentiellen Dinge mit dabei zu haben. Hüttenwirte helfen natürlich gerne aus, sollte man etwas vergessen haben, aber in dieser geographischen Lage (das nächste Geschäft ist meist mehrere Gehstunden entfernt) sind selbst den hilfsbereitesten Erdenbürgern oft Grenzen gesetzt. Funktionswäsche und Ausrüstung zum Wandern ist zwar teuer, aber bei einer guten Qualität hält das Material sehr lange. Oft lohnt es sich ein bisschen mehr zu investieren und damit eine Grundlage für ein wunderbares Berglebnis zu schaffen.

Als kleine Hilfestellung haben wir für Sie eine Packliste erstellt.

Ausrüstung zum Wandern – die Kleidung

Grundausrüstung

  • Tourenrucksack: einer der wesentlichsten Bestandteile einer guten Ausrüstung. Die richtige Größe, das passende Tragesystem ist entscheidend für den Komfort.
  • Atmungsaktive Outdoor-Bekleidung, die auch dem Wetter entspricht (Bedenke: Wetterumsturz jederzeit möglich!!!)
    • Funktionsshirt: Der höhere Preis macht sich wenn es auf geringes Gewicht und geringes Packmaß ankommt bezahlt. Durch das schnelle Trocken hilft es auch oft Erkältungen vorzubeugen.
    • Trekkinghose: schnell trocknend und möglichst abriebsfest. Wanderhosen sollen vor leichtem Nieselregen schützen. Um nicht auszukühlen und auch ein bisschen was aushalten, wenn man wo mal streift oder sich auf einen Stein setzt.
    • Outdoorjacke: Windstopper/Softshell sind hier wegen geringem Gewicht, kleinem Packmaß und guter Funktion (Wind wird abgehalten und Feuchtigkeit vom Schwitzen wird trotzdem nach aussen transportiert) sehr ratsam
    • Regenjacke/Hardshelljacke: meist aus 2-Lagen-Material wobei die äußere Lage vor Regen und Wind schützt und die innere Lage für den Tragekomfort optimiert ist.
  • Wandersocken: atmungsaktive Funktionssocken sind zwar teuer, aber können bei langen Wanderungen vor Blasen und Druckstellen schützen.
    • wie uns Johannes G. schreibt: Mit mindestens 65% Wolle-Anteil und Rest Kunstfasern bietet diese Materialmischung einen sehr angenehmen Tragekomfort. Bei mehrtägigen Wanderungen (Lechquellenrunde) bin ich mit 2 Paar Socken leicht ausgekommen (wie oben schon empfohlen am Abend im Waschraum waschen und anschließend trocknen lassen, geht sich locker aus.
  • Bergstiefel: mit guter Profilsohle (Bedenke: Erfahrungsgemäss löst sich bei älteren Modellen sehr oft die Sohle)
  • Trekkingstöcke: sind oft bei schwierigem Gelände ein Hilfe und können im Einsatz vor Fehltritten und Stürtzen schützen.

bei Mehrtagestouren

  • eventuell mehrere Funktionsshirts: oft reicht eines zum Wechseln und das andere kann am Abend auf der Hütte im Waschraum gewaschen werden. Über Nacht trocknet ein gutes Funktionsshirt. Die meisten Hütten haben einen beheitzten Trockenraum. Und somit kann die Ausrüstung zum Wandern reduziert werden.
  • Warme Kleidung: Es gilt zu bedenken, dass es auch im Hochsommer im Gebirge sehr schnell zu massiven Wetterumschwüngen kommen kann. Somit ist Schnee in einer gewissen Höhe fast jederzeit möglich! Es gilt der aktuelle Wetterbericht der meist aktuell ausgehängt ist zu beachten.
    • Fleecejacke/Fleecepullover: Sind wegen dem geringen Gewicht und dem verhältnismäßig geringen Packmass sehr zu empfehlen.
    • Handschuhe: zum Schutz der Hände bei schlechtem Wetter. Auf so einem Höhenweg sind die Temperaturen oft deutlich geringer als im Tal. Bei starkem Wind sinkt die gefühlte Temperatur auch noch.
  • Unterwäsche (ausreichend für die gesamte Wanderung)
  • kurze Hose (bei Bedarf – es läuft sich beim richtigen Wetter angenehmer)
  • Hüttenpatschen sind zwar auf den meisten Hütten ausreichend vorhanden, wer aber gerne seine eigenen mit nimmt ist mit den Falke Cosyshoes Unisex – Hüttenschuhe bestens versorgt.

Dokumente und persönliches

  • ausreichend Bargeld (nur wenige Hütten haben die Möglichkeit für das Bezahlen mit Karte)
  • Alpenvereins-Ausweis
  • Ausweise & Papiere (Gültigkeit überprüfen!)
  • Wertsachenaufbewahrung: ein kleines Täschchen für alle Ausweise, Dokumente, Geld und Unterlagen ist die optimale Organisationshilfe und erspart langes Suchen in den unzählingen Taschen und Fächern des Rucksack
  • Handy mit vollem Akku (bei Mehrtagestouren ein Ladegerät oder eine Powerbank kann sehr hilfreich sein)
  • wasserdichte Handy Schutzhülle: das Handy sollte für Notfälle immer griffbereit sein, aber was wenn es mal regnet? Durch eine entsprechnede Schutzhülle wird gewährleistet, dass es auch funktioniert und nicht durch Wasser beschädigt wird
  • Batterien (für Fotoapparat, Stirnlampe, … bei Bedarf) oder eine Powerbank. Viele Fotoapparate, Stirnlampen, … unterstützen ein Aufladen über USB.
  • Feuerzeug oder Streichholz (für die Rauche: es gibt auf der Tour keine Zigaretten zu kaufen, vielleicht eine Gelegenheit mit dem Rauchen aufzuhören 😉
  • Höhenmesser, Schrittzähler, GPS, Kompass (bei Bedarf)
  • Taschen- oder Schweizer Messer
  • Stirnlampe: wer nicht plant eine Nachtwanderung zu machen sollte darauf achten, dass die Lampe klein und leicht ist. Und vor allem, dass die Batterie geladen ist. Wer kennt diesen Moment, wenn man die Stirnlampe auspackt und feststellt die Batterie ist leer? Der wird vermutlich nie wieder auf eine Stirnlampe mit Lithium Batterien verzichten! Mittlerweile sind aber schon Stirnlampen auf dem Markt die sich über eine Powerbank aufladen lassen wie zum Beispiel die Actik Core von Petzl. Mit dieser Stirnlampe müssen somit nie wieder teuere Batterien gekauft werden.
  • Wanderkarte und Führerliteratur
  • Schreibzeug & Papier (Adresse von Freunden die sich über eine Postkarte freuen)
    • Kugelschreiber: sollte klein sein, auch was aushalten können und notfalls auch unter den gegeben outdoor Bedingungen immer noch zuverlässlich schreiben
  • Sonnenschutz (Sonnenbrille, Sonnencreme und Kappe)
  • Taschentücher
  • Toilettenpapier
  • Müllsack

Bei Mehrtagestouren

  • Ohrenstöpsel (auf den meisten Hütte käuflich)
  • Handtuch: die neuen Materialien wie Microfleece sind besonders schnell trocknend, oft antibakteriell behandelt und haben bei sehr geringen Gewicht und sehr kleinem Packmaß in jedem Rucksack platz
  • Rasierzeug (bei Bedarf)
  • Nähzeug
  • Übernachtungsutensilien (Hüttenschlafsack ist auf AV Hütten Pflicht!)

Verpflegung

Verpflegung (Bedenke: Getränke und Essen brauchen auch Platz im Rucksack und haben Gewicht das getragen werden muss)

  • Riegel (wenn es mal länger als geplant geht oder für den kleinen Energiestoß zwischendurch)
  • Trinken

Notfall

Erste Hilfe Set: Ein zeitgemäßes Erste Hilfe Set besteht laut der Bergrettung Tirol im wesentlichen aus Wunderverschluß, leichte Schiene, Kampf gegen Unterkühlung und Signalpfeife.

Zusätzlich können noch Fiebertabletten, Schmerzmittel, Sonnenbrandgel, Sportsalbe, Vitamin-/Mineralientabletten, Lippenpflegemittel, … sehr hilfreich sein.

Bewertung schreiben und Stirnlampe gewinnen

Wer uns im Juni, Juli, August, September oder Oktober 2017 eine Bewertung eines Ausrüstungsgegenstand in folgendem Formular zukommen lässt nimmt automatisch an der Verlosung einer Petzl E+Lite – Stirnlampe teil.

Foto von Eurem Ausrüstungsgegenstand

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