Länge: 5,2km – Höhenmeter: ↑ 658hm  ↓ 71hm – Dauer: ca. 2h

Wie am Vorabend beschlossen, zögern wir die Heimfahrt also noch einen Tag hinaus und freuen uns trotz kurzer Nachtruhe auf einen weiteren Tag bei traumhaftem Wetter in dieser wunderbaren Landschaft. Etwas müde aber nichts desto trotz euphorisch steigen wir in sehr gemütlichen zweieinhalb Stunden hoch zur Stuttgarter Hütte.

Fern von Stress und Zeitdruck verweilen wir immer wieder während des Aufstieges und schauen uns um. Der Blick auf die hochgelegene Pferde- und Kuhweide unterhalb des Trittkopfs fasziniert uns und auch die zahlreichen Bäche, die an den Flanken der Rüfispitze heruntersprudeln bieten ein schönes Bild. Vom Pfeifen der Murmeltiere begleitet erreichen wir bald den Grenzkamm zwischen Vorarlberg und Tirol, und damit die Stuttgarter Hütte. Die Sonnenterrasse ist herrlich und der grandiose Fernblick während unserer kleinen Rast lockt uns zum Weitermarsch. Ein kurzer gemeinsamer Blick auf die Karte und wir beschließen erneut, die Runde zu erweitern. Nächstes Ziel: Rauhkopfscharte. Über diese Route würden wir genau in Lech ankommen, wo wir dann den Bus in alle Richtungen nehmen können.

Die Scharte ist ein interessantes Fleckchen. Schroff und karg mit Blick auf die gegenüberliegenden Wösterspitzen auf deren Rücken wir grasende Steinböcke entdecken. Wir schauen nach Osten ins Tiroler Lechtal hinab, es scheint zum Greifen nahe. Wir queren jedoch entlang der Westflanke der Wösterspitzen nach Norden. Es ist ein Müßiggang von einem Weg bevor es lange und in engen Kurven nach unten geht. Ein Mix aus Melancholie, Freude und Erschöpfung überkommt uns bei der Ankunft in Lech. Dort steigen wir in den Bus ein und werfen einen letzten Blick auf die Spitzen des Lechquellengebietes, bevor er in die Flexengaliere einbiegt und uns der Alltag wieder hat.

Beim Abschied nach dieser beeindruckenden Tour ist eines gewiss: Wir kommen wieder!

Karte Zürs zur Stuttgarte Hütte

Karte Zürs zur Stuttgarter Hütte