Etappe Göppinger Hütte - Freiburger Hütte SteigInsgesamt hat die Lechquellenrunde eine mittlere Schwierigkeit. Das entspricht gemäß der neuen sechsteiligen Berg- und Alpinwanderskala T2/ T3, also den Kategorien „Bergwandern“ bzw. „anspruchsvolles Bergwandern“. Die Redaktion von DAV-Panorama (AlpenvereinAktiv) stuft mit einer Ausnahme alle Etappen als „mittel“ ein. Nur die dritte Etappe von der Göppinger Hütte zur Freiburger Hütte fällt hier in die Kategorie „schwer“. In Vorarlberg gibt es die farbliche Kennzeichnung Gelb für leicht (leicht begehbare Spazier- und Wanderwege), Rot für mittel (Bergwanderweg, Schuhe mit griffiger Sohle zu empfehlen) und Blau für anspruchsvoll (alpiner Steig für Wanderer mit Bergerfahrung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit). Auf unseren Beschreibungen der Etappen sind die Routen auf den Karten (zum Beispiel Aufstieg von Klösterle zur Ravensburger Hütte) mit der jeweiligen Farben eingezeichnet.

Was bedeutet das in der Praxis?

Etappe Göppinger Hütte - Freiburger Hütte - Abstieg RinneSportliche Einsteiger, deren Kondition für vier- bis sechsstündige Touren und Aufstiege bis zu 1.100 Höhenmeter ausreicht, sind bei der Lechquellenrunde genau richtig. Anspruchsvollere Bergfexe können sich auf schwierigeren Weg-Varianten und zusätzlichen Gipfelbesteigungen mit Steigeisen und Seil austoben und ihren Puls in die Höhe treiben. Genau darin liegt eine der Besonderheiten der Lechquellenrunde: Sie ermöglicht es, die Schwierigkeit ein Stück weit selbst zu bestimmen und damit den Wandergenuss auf die individuellen Ansprüche, Fähigkeiten und Vorlieben abzustimmen.

Etappe Biberacher Hütte - Göppinger Hütte - Rinne„Schwierigere Wegabschnitte wie z. B. von der Göppinger zur Freiburger Hütte über das Klesenzajoch oder der Gehrengrad auf der Strecke zur Ravensburger Hütte können leicht umgangen werden“, schreibt ein User zur Anfängertauglichkeit der Runde im Online-Forum outdoorseiten.net.

Schwierigkeit der Etappen – ein Beispiel:

Weg Freiburger Hütte - Ravensburger Hütte - GehrengratEtappe Nummer 5 von der Ravensburger Hütte zur Stuttgarter Hütte kann auf zwei Arten zurückgelegt werden. Die beiden Varianten sind zwar mit 5,5 bis 6 Stunden Gehzeit ähnlich lang, in ihrer Schwierigkeit unterscheiden sie sich jedoch deutlich: Wo es über das Madlochjoch und Zürs einen Aufstieg von rund 1.100 Höhenmetern zu meistern gilt, hat man über das Stierlochjoch, Zug und Lech lediglich 50 Höhenmeter bergauf zu bestreiten. Der Clou dabei liegt in der Benutzung der Rüfikopfbahn, die für den Wanderer den Löwenanteil der Höhenmeter übernimmt und somit eine angenehme Option darstellt. Bergab sind es bei den Varianten dieser Etappe übrigens Höhenunterschiede von 720 und 570 Metern.