Freiburger Hütte zur Ravensburger Hütte – Länge: 10,8km – Höhenmeter: ↑ 550hm ↓ 520hm – Dauer: ca. 5h

Freiburger Hütte - Weg zur Ravensburger HütteGleich am Morgen fällt unser Blick etwas besorgt auf die Berggipfel, die noch vom nächtlichen Hagelniederschlag weiß bedeckt sind. Unsere Strecke führt über den Gehrengrat, dem wir mit seinem berühmt berüchtigten Tiefblick auf dessen Ostseite mit einer guten Portion Respekt entgegenblicken.

Weg Freiburger Hütte - Ravensburger Hütte - FormarinseeDer Hüttenwirt meint, alles kein Problem und verabschiedet uns in die nächste Etappe. Es ist noch früh und wir sind allein und weit vor allen anderen Gruppen unterwegs, was uns das Gefühl von Freiheit einmal mehr genießen lässt. Wir erreichen eine erste Anhöhe und blicken nochmals zurück auf die Freiburger Hütte und den Formarinsee, in dem sich die Rote Wand spiegelt, bevor wir sie aus dem Blick verlieren und ins Steinerne Meer eintauchen. Das Steinerne Meer, eine riesige Fläche großer Felsbrocken noch nass und glatt vom gestrigen Schauer. Kurzfristig beschließen wir nach Norden abzubiegen und einen kurzen Abstecher zum Formaletsch hinauf zu machen.

Weg Freiburger Hütte - Ravensburger Hütte - GehrengratEs war eine gute Entscheidung – hier oben ist es ein prächtiger Frühstücksplatz. Der Gipfel liegt abseits der eigentlichen Route und gerade so früh am Tag teilen wir uns den Berg nur mit Gämsen und einer kleinen Herde Steinböcke. Wir verweilen am Gipfel und genießen die warme Morgensonne bevor wir uns wieder aufmachen und nach unten marschieren. Teilweise von Fels zu Fels springend überqueren wir ohne Probleme das Steinerne Meer und kommen zum Aufstieg zum Gehrengrat (mit 2.439m dem höchsten Punkt dieses Höhenweges). Von dieser Seite wirkt er harmlos und ganz und gar nicht furchteinflössend. Am Grat angekommen werden wir von einem Ausblick von herrlicher Weite empfangen – zum Rätikon und der Silvretta nach Süden und zu unserem Tagesziel, der Ravensburger Hütte.

Weg Freiburger Hütte - Ravensburger Hütte - GehrengratDas kurze Stück am Grat ist auf dem trockenem Boden gut zu gehen und die sich bietenden Tiefblicke sind ergreifend. Beinahe wehmütig schlagen wir den Weg nach unten ein und wandern somit gemütlich hinunter zum Spuller See. Dort hält auch der Wanderbus, der von Lech über Zug kommend hier seine Endstation hat. Wir marschieren weiter, gelangen über die Staumauer auf die andere Seite des Sees und finden uns in einem satt grünem, engem Tal wieder, in dessen Mitte die Ravensburger Hütte liegt. Der Spullerschafberg, der nun links über uns thront, kann uns trotz des schönen Weges heute nicht mehr locken. Es ist Zeit für eine wohlverdiente Kaffeepause mit einem feinen Stück Kuchen auf der gemütlichen Ravensburger Hütte.

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